Nach der Hochzeit

Nach der Hochzeit - To do list

Rund um Ihre Hochzeit Hochzeitsagentur

Bei den meisten Paaren ändert sich nach der Trauung nicht nur der Name (in den meisten Fällen). Das Bankkonto, die Versicherungen bis hin zum Mietvertrag, es ändert sich vieles mit dem „Ja“ Wort. Das Meiste davon hat gewisse Vorteile, aber es gibt auch einige Behördengänge zu absolvieren. Hier die üblichsten To do`s.

Der Name

Wer bei  der Hochzeit den Namen seines Ehepartners annimmt, muss seinen Personalausweis schnellstmöglich umschreiben lassen. Beim Führerschein gibt es keine Änderungspflicht, bei den Fahrzeugpapieren allerdings schon. Und natürlich müssen Sie auch an alle anderen Dienstleister, Vertragspartner, Versicherer und so weiter Ihren  neuen Namen mitteilen. Die meisten sozialen Netzwerke haben für die Namensänderung nach der Hochzeit eigene Umstellungsfunktionen. Und Ihre alte E-Mail-Adresse lässt sich so konfigurieren, dass die Mail`s  automatisch an die neue weiterleitet werden.

Die Wohnung

Wer vor der Heirat schon gemeinsam gewohnt hat, muss sich nach der Hochzeit um kaum etwas kümmern. Wichtig ist nur, einen neuen Namen dem Stromversorger und anderen Dienstleistern mitzuteilen, z.B.Internet, Telefon u.s.w.. Wer jetzt erst zusammenzieht, muss zudem den Mietvertrag anpassen lassen.   Wird die Nebenkostenabrechnung  nach Personen aufgeteilt, kann durch das Zusammenziehen die Warmmiete steigen.

Kinder

Bringt einer der Ehepartner Kinder aus vohrigen Beziehungen mit, hat der neue Ehepartner deswegen zunächst keine Rechte oder Pflichten. Wenn er möchte, könnte er die kinder auch adoptieren. Die  Voraussetzungen hierfür sind die gleichen wie sonst auch. Bei der Einschätzung durch die zuständigen Ämter kann sich die Ehe aber positiv auswirken. Theoretisch ist es auch möglich, dass die Kinder auch den bei der Hochzeit gewählten Familiennamen mit annehmen. Dem muss der andere Elternteil aber  ebenfalls zustimmen.

Das Konto

Nach der Eheschließung bekommen die Ehepartner nicht automatisch gegeseitigen Zugriff auf das Bankkonto des anderen. Sofern gewünscht, kann man seinem  Ehepartner aber bei der Bank eine Bankvollmacht ausstellen lassen. Damit bekommt der Ehepartner auch eigene Karten und Zugriff auf das Online-Banking des Ehepartners. Das Ehepaar kann sich aber auch ein gemeinsames Konto anlegen. Die praktischste Variante ist das sogenannte „oder-Konto“, auf das beide unabhängig voneinander Zugriff haben.

Versicherungen

Wer nur geringfügig oder gar kein Erwerb hat, kann sich in der gesetzlichen Krankenversicherung eventuell über seinen Ehepartner mitversichern lassen. In einer privaten Krankenversicherung zahlt dagegen jeder seine eigenen Beiträge. Andere Versicherungen, wie z.B. Haftpflicht, Hausrat oder Rechtsschutzversicherung brauch ein  Ehepaar  nur einmal. Nach der Heirat sollten  die  doppelten Versicherungen gekündigt werden. Man sollte nach der Eheschließung generell alle Versicherungen,  ob Auto, Berufsunfähigkeit, ect. überprüfen, um gegebenenfalls Geld einsparen zu können.

Der Arbeitgeber

Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber die Heirat mitteilen, da es für die Gehaltsabrechnung relevant ist. Dazu gehört auch der Wechsel der Steuerklasse. Sonst ändert sich für Verheiratete im Job eigentlich nichts.

Steuern

Durch die Hochzeit ändert sich die Lohnsteuerklasse. Der Wechsel von Klasse eins zu Klasse vier ändert zunächst aber nichts. Das ist nur eine neue Klasifizierung. Bei Paaren mit großen Unterschieden beim Einkommen lohnt es sich aber, in die Steuerklassen drei und fünf zu wechseln. Die Entscheidung hierfür muss aber nicht sofort gefällt werden. Frischverheiratete können damit bis zur nächsten Steuererklärung warten. Die können Ehepaare gemeinsam oder getrennt abgeben.

Hartz IV / Bafög / Kindergeld / Rente

Bezüge, wie das Arbeitslosengeld I oder das Kindergeld ändern sich nicht durch die Hochzeit. Die Leistungen erhalten Sie ja nicht wegen Ihres Familienstandes, sondern in der Regel wegen Ihrer Arbeitsleistung. Anders ist es bei den Sozialleistungen, wie Hartz IV. Hier bilden Ehepaare eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft. Ist deren Einkommen zum Leben ausreichend, gibt es im Regelfall kein Geld vom Staat. Das hat mit der Hochzeit aber eigentlich nichts zu tun. Denn auch Lebensgefährten, die zusammenleben, sind in den Augen der Ämter eine Bedarfsgemeinschaft.

Die Altersvorsorge

Bei der privaten Altersvorsorge z.B. für die Riester-Rente reicht es, wenn nur ein Ehepartner förderberechtigt ist. Damit hat der andere automatisch einen Anspruch auf Zuschüsse vom Staat. Um sich gegenseitig abzusichern, können Ehepaare außerdem eine gemeinsame Risikolebensversicherung abschließen. Laut Bund der Versicherten, lohnt sich das aber in der Regel nur für kinderlose Ehepaare. Wer Kinder hat, ist demnach mit zwei getrennten Versicherungen besser beraten.